Warum Google die neuen Link-Attribute “ugc” & “sponsored” einführt

Alex 7. Januar 2020 0 Comments

Erinnern Sie sich noch an die große Aufruhr im Jahr 2005, als Google die neuen Linkattribute „DoFollow“ und „NoFollow“ einführte? Google bittet seitdem Webseiten-Betreiber um mithilfe, bei der Identifizierung von Links, die einen unnatürlichen Ursprung haben. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Verlinkungen im Rahmen eines Sponsorings, bzw. Advertorials entstanden sind oder nutzergeneriert wurden, und so mit Verlinkungen in Kommentarspalten ein großes Backlinkprofil aufgebaut wurde.

Eine ähnliche Diskussion kommt jetzt wieder auf, als Google in seinem Blogbeitrag vom 10.09.2019 die Einführung neuer Linkattribute verkündete, um die Linkherkunft besser verstehen zu können. Von nun an sollen Links mit dem Attribut rel=“sponsored“ gekennzeichnet werden, die in irgendeiner Form bezahlt wurden. Das Attribut rel=“ugc“ steht dabei für User Generated Content und weißt auf Verlinkungen hin, die von Dritten auf die Webseite eingebracht wurden, beispielsweise in Kommentarspalten.

Die Panik ist nachvollziehbar, schließlich sitzt der Schock der großen, vorangegangenen Google-Updates, allen voran das Penguin-Update noch tief und man möchte sauber arbeiten, um eine Filterung aus den SERPs oder gar eine manuelle Penalty zu vermeiden. Doch ich kann Sie beruhigen: Auch diese neue Linkattributierung werden wir händeln können.

Sollen wir nun alle Sponsored- und UGC-Links mittels Disavow-Tool entwerten?

Das ist meiner Meinung nach nicht notwendig. Wir haben uns auf Link Audits, Linkbuilding und Link-Risk-Management spezialisiert und sind der Überzeugung aufgrund unserer langjährigen Erfahrung, dass Google nicht alle UGC- und Sponsored-Tags negativ bewerten wird. Google unterstützt seit Jahren das Brandbuilding von Unternehmen. Dazu gehört es auch, hochwertige Fachartikel unter dem eigenen Namen zu veröffentlichen, was ja nun theoretisch ordnungsgemäß mit Sponsored gekennzeichnet werden muss. Dies scheint nur eine weitere Maßnahme, um diese Links besser zu erkennen.

Wieso sollte also genau diese Maßnahme abgestraft werden?

Außerdem ist es grundsätzlich ein positives Signal, wenn auch Dritte, also unterschiedliche Nutzer über mein Produkt, bzw. mein Unternehmen berichten. Wenn diese dann noch eine meiner Internetseiten teilen, ist das eher positiv zu werten. Das wird sicherlich auch Google so sehen.“
Letztendlich wird es also nicht das neue Linkattribut an sich sein, dass einen Backlink negativ bewerten lässt, sondern die Summe an Informationen die Google über die Herkunft dieses Links sammelt. Erfolgt der Link von einer seriösen Seite? Ist diese linkgebende Seite bekannt dafür, viele Advertorials zu veröffentlichen oder wird die Seite von unprofessionellen Linkbuildern genutzt um ein quantitatives Backlinksprofil aufzubauen? Erfolgen die UGC-Verlinkungen häufig von den gleichen IPs? In welchem Kontext wurde der Link eingebaut? Enthält der Anchortext Money-Keywords, also hart umgekämpfte Keywords in den SERPs? Ist der Footprint und das Impressum des Seitenbetreibers nachvollziehbar? Wie ist allgemein die Sichtbarkeit der linkgebenden Seite zu bewerten und rankt sie zum eigenen Brand?
All diese und noch mehr Fragen werden sich professionelle Linkbuilder stellen müssen, um noch angemessen seine Arbeit verrichten zu können.

Wie wir wissen, versteht Google immer besser den Inhalt und die Intention einer Webseite und genauso wird es auch immer besser die Herkunft und das gesamte Umfeld eines Backlinks verstehen. Halten Sie sich immer vor Augen, dass der Internetriese nicht für uns SEOs, Webmaster und Linkbuilder arbeitet, sondern für den Endnutzer. Wenn wir also den Nutzer mit unseren bereitgestellten Informationen zufrieden stellen, wird uns Google auch zufriedenstellen. Der Aufbau eines inherenten Backlinkprofils wird auch in Zukunft ein wichtiger Rankingfaktor bleiben, sollte aber stets mit einem professionellen Link-Risk-Management einhergehen. Behalten Sie ihr Backlinkprofil genau im Auge, dann werden Sie auch die neuen Linkattribute meistern.

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